Aruba Instant On

Ich mache bei meinen WLAN-Projekten eigentlich fast alles immer mit der UniFi-Serie von Ubiquiti. Ich war bzw. bin da eigentlich auch immer zufrieden gewesen.

Jetzt hatte ich für ein Projekt mir das Aruba Instant On System (in dem genauen Fall die AP11) angesehen – und wollte kurz über die AccessPoint bzw. das System berichten.

Aruba Instant On ist komplett Cloud-managed -> ohne Account bei arubainstanton.com geht gar nix. Die Einrichtung erfolgt über die App (iOS und Android) oder über die Webseite unter portal.arubainstanton.com. Wer hier also Bedenken hat -> leider das falsche System.

Das Instant On System ist auf Einfachkeit und für schnelle Bereitstellung konzipiert. Auch gibt es Limits – sowohl die maximale Anzahl (25) an AccessPoints pro Standort und auch an Optionen zur Konfiguration – z.B. keine Möglichkeit zur Kanalwahl etc.

Die Geräte supporten alles was man so braucht – natürlich Mesh-fähig, support von DFS, ARM, Band Steering, Airtime Fairness, 802.11ac Wave 2 mit 802.11v. Leider kein Wifi 6 :-/

Das Setup ist sehr einfach gehalten – man kann eigentlich nix falsch machen. Hier kann man den ganzen Prozess mal in einem Video anschauen: Youtube

Das Setup sieht so aus : die AccessPoints anstecken damit die AccessPoints online sind. Sie werden automatisch geupdatet und geben durch blinken dann Bescheid wenn sie ready sind – das kann dauern…

Danach in der App oder im WebPortal einen Netwerk einrichten – hier werden nur die wichtigsten Sachen abgefragt : SSID (Name des WLANs), Passwort oder Radius, WPA3 an oder aus (WPA2 oder WPA2+WPA3-Mix-Mode) und VLAN. Danach gibt man noch die Seriennummer eines oder mehreren AcessPoints an -> fertig. Dauer des Setups: wenige Minuten.

Danach hat man in der App und im Webportal folgende Ansicht:

Unter Netwerke befindet sich die Verwalrung der WLAN-Netzte.

Unter IP und VLAN-Zuweisung zwischen Standard und NAT-Modus wählen. Bei Standard macht der lokale Router, Firewall oder DHCP-Server die Adressvergabe -ausserdem kann man bei Bridge-Modus ein VLAN vergeben. Beim NAT-Modus werden alle Clients in ein eigenes Netz gelegt. Ausserdem kann hier die Bandbreite beschränkt werden – falls das benötigt wird.

Ausserdem kann ein Zeitplan gesetzt werden

Und noch ein bischen Statistik

Mehr Optionen gibt es nicht – alles andere regelt der Controller bzw. die AcessPoints selbst.

Unter Clients sieht man alle verbundenen Geräte

Unter Anwendungen gibt es eine Katogerosierung sowie einen kleinen WebFilter. Hier können Kategorien pro Netwerk zugelasen oder verboten werden.

Unter Inventar sind die Geräte. Hier können Namen vergeben werden. Mehr Konfiguration ist nicht möglich – ausser neustarten über das Werkzeugschlüssel-Tool

In der Standortverwaltung kann man noch rudimentäre Optionen wie Name, Zeitzone, etc setzen – und ein Portal anlagen:

Das Portal erscheint wenn beim Netzwerk der Netwerk-Typ Gast ausgewählt wurde:

Fazit

Das Instant On ist ein gutes Fire-and-Forget-System das gut gegen das UniFi-System konkurrieren kann (die AP11 gegen das AC-Lite, der AP12 gegen den AC-LR und der AP15 gegen den AC-HD). Die Performance ist einen Ticken besser – die Reichweite ähnlich. Stabilität des Wifis war besser als ein vergleichbares Unifi-System (ca. 4 Wochen jetzt am laufen).

Bei UniFi kann ich halt alles mögliche einstellen und selber meinen Controller betreiben – das kann ich hier halt nicht -> der das nicht will oder braucht bekommt ein super System – den man merkt schon das Aruba weiß wie Wifi geht. Mit dem Verhalten out-of-box war ich sehr zufrieden. An einigen Stellen merkt man zwar noch dass das System sehr jung ist (Markteinführung Mitte 2019) -> aber wer keine Angst vor der Cloud hat und sich keinen Controller selbst hosten will/kann bekommt mit dem Instant On von Aruba ein kostengünstiges, stabiles Wifi-System für Zuhause und kleine Büros/Geschäfte.

Ich werde jetzt mal weiter testen und wohl noch den einen oder anderen beim nächsten kleineren Projekt verbauen 🙂

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